Bozen

Bozen (map), die Hauptstadt Südtirols, liegt in einem Talkessel am Zusammenfluss der Flüsse Etsch, Eisack und Talfer. Die Stadt wurde in den ehemaligen Sümpfen circa 1170 errichtet und wurde im 13. Jahrhundert Markt. 1437 erhielt Bozen das Stadtrecht und erst 1635 verlieh die Tiroler Landesfürstin Claudia de Medici der Stadt das Handelsgericht. Die Florentinerin war die Frau des Erzherzogs Leopold V.. Bozen war also mit dem gesamten Tirol von Beginn an österreichisches Herrschaftsgebiet.

Der Handel entwickelte sich prächtig und viele Kaufleute verschafften der Stadt Wohlstand und Bedeutung. In den napoleonischen Kriegen wurde Tirol bayerisch, vom Wiener Kongress aber wieder an Österreich zurückgegeben. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Tirol geteilt und Südtirol wurde von Italien annektiert. Seitdem wird versucht, Südtirol zu italienisieren. Zuerst versuchte es Mussolini bis hin zur angeordneten Völkerdurchmischung. Trotz der Landessprache Deutsch herrschen bis heute erhebliche Differenzen zwischen den eingewanderten Italienern und den Südtirolern.

Winterliches Bozen mit Markt

Der große Christkindlmarkt in Bozen auf und um dem Walterplatz bis zum Bahnhof besteht seit 1989, nachdem die Stadt Nürnberg der Stadt Bozen ihr Christkindlmarktstatut geschenkt hat.

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