Im alpinen Vorland liegt der Ort Eresing (map), der seit 1126 eine Hofmark der Freiherren von Füll gewesen ist. Franz Füll war ein reicher Handelsmann aus München und kaufte neben Eresing auch Windach. Im Ort sind noch alte Bauern- und Wohnhäuser zu sehen.
Bildertour Eresing
Die Pfarrkirche St. Ulrich war ursprünglich ein spätgotischer Bau, worauf noch ein Kleeblattfries in den Chorwänden und die Zahl 1488 in einem Werkstein hinweisen. Während die damalige Kapelle schon 1618 stand, stammt der Zwiebelturm von Joseph Schmutzer aus dem Jahr 1718, wobei der Innenraum von Domenikus Zimmermann gestaltet wurde. Als Stukateur dienten ihm der aus Landsberg stammende Nicolaus Schütz und als Freskenmaler der aus Weißenhorn stammende Franz Martin Kuen. Im Deckengemälde haben sich die Baumeister verewigt. Kuen hat einen Schriftzug hinterlassen, Domenikus Zimmermann zeigt rechts vom Hochaltar nach oben. Links davon bittet der damalige Pfarrer und Bauherr Franz Joseph Zwick um Gnade und das Wappen der Gönnerfamilie Füll, das Pferd und die Eule sind links und rechts der Uhr aufgemalt. Morgens zur Frühmesse scheint die Sonne auf den Strahlenkranz der Muttergottes. Die Apostelfiguren wurden 1862 verkauft und finden sich heute unscheinbar in der Kuppel der Wallfahrtshirche Maria Birnbaum. Die barocken Statue, die heute in Eresing zu sehen sind, stammen von 1939 (mehr Wissen)
Bildertour St. Ulrich
Unweit vom Ort entfernt findet man am Wandrand die Ulrichskapelle mit Klausnerwohnung und dem Brunnenhaus (map) . Sie wurde 1618 von Franz Füll erbaut, dessen Wappen auf der Stirnseite zu sehen ist. Der Altar ist aus der frühbarocken Zeit. Ulrichsquellen gelten als heilig und heilsbringend, so dass sich auch heute noch viele mit dem Quellwasser oft gleich Trägerweise für zu Hause versorgen. Der heilige Ulrich soll hier nach der Schlacht auf dem Lechfeld 955 einen Schluck aus der Quelle genommen haben. Im Wald dahinter werden Sagen gewoben.
Bildertour Ulrichskapelle und Brunnen

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