Isny (map) ist eine wirklich sehenswerte Stadt und als heilklimatischer Kurort weltbekannt. Sie liegt am Fuße des Höhenrückens Adelegg, der sich als einziges württembergische „Hochgebirge“ bis auf 1118 Meter auffaltete. Als erstmalige Erwähnung Isnys findet man das Jahr 1043 und ab 1365 war Isny eine freie Reichsstadt. Isyn brannte sehr oft und verlor 1802 die Selbstständigkeit. Sie wurde, obwohl der Bevölkerung sich lieber zu Österreich oder Bayern gehörig zeigte, trotzdem dem Königreich Württemberg einverleibt. Adelshäuser spielten in Isny eine große Rolle. Im Mittelalter waren es die Truchsessen von Waldburg nach der Mediatisierung die Reichsgrafen von Quadt.

In der Altstadt die noch größtenteils mit Stadtmauer und Wehr umschlossen ist, hat noch sehenswerte Eingangstor und Türme, das Wassertor mit Reichsadler, der Blaserturm und das Espantor. Schöne und witzige Brunnen schmücken das Stadtbild. So zum Beispiel der Steuerzahlerbrunnen von 2001 von Leo Wirth mit einer Kuh, dem Steuerzahler, einem Beamten, der die Kuh melkt und einer Katze, die aus den löcherigen Eimern säuft. „Alles für die Katz und der Rest geht den Bach runter.“

Bildertour Altstadt

Das Viertel am Wassertor ist von einigen Kirchen geprägt. Die katholische St. Georg und Jakobus Kirche eine nach einem Brand 1631 neu erbaute barocke Kirche mit Rokoko- Elementen  ist Teil des Isnyer Klosters. Sie liegt innerhalb der Stadtmauern der evangelischen Stadt und diente als Gotteshaus für die ländliche Umgebung. Zu beachten sind die kulissenartige Anordnung der Altäre und die Einheit von Stuck und Fresken. Davor steht eine Kapelle für die Kriegsopfer von 1870 bis 1947.

Zwischen St. Nikolai und dem Wassertor liegt die  St. Nikolaus Kirche  ein im gotischen Stil errichtetes evalgelisches Gotteshaus mit einer Innenausstattung aus dem 19. Jhd. und aus der Moderne.

Bildertour Kirchen


Umgebung von Isny

Nicht weit von Isny entfernt, allerdings im bayerischen Schwaben ist eine wunderschöne Schlucht, der Eistobel, durch die man bestens spazieren kann. Mit gutem Schuhwerk geht meist über Stege, die fest im Fels verankert sind, über den rutschigen und ständig nassen Fels.

Rohrdorf
Weiterhin findet man direkt am Fuß des Adeleggs den 5 Kilometer von Isny entfernten Ort Rohrdorf (map). Rohrdorf wurde bereits 1178 erstmalig erwähnt. Die Pfarrkirche St. Remigus aus dem Jahr 1187 wurde 1500 Umgebaut und erhielt 1736 einen Turm. Zu der zeit wurde das Innenleben barockisiert. Mehrere Heiligenfiguren, die die Jahrhunderte überdauert haben, werden den Ulmer Künstlern und Hans Multscher zugeordnet. EIne Terrakottagruppe aus 1470 zeigt den Tod Marias. Im Friedhof sind die von Schmidsfeld begraben, die die Glasbläserei in Schmidsfelden gegründet haben.

Bildertour Rohrdorf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.