Im Württembergischen Allgäu liegt der Ort Kißlegg (map) am Zeller See im Landkreis Ravensburg. Im 8. Jhd. entstand der Ort als Niederlassung eines Priesters, um 1394, nachdem er in den Besitz des Hauses Waldburg-Zeil-Wurzach gelangte, als Markt anerkannt wurde.
Kißlegg besitzt zwei Schösser, wobei das erste aus dem 14. Jdh. heute noch der Familie Waldburg-Wolfegg gehört und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Das zweite Schloss, das neue, wurde von Johann Fischer nach Geheiss des Grafen Johann Ernst von Waldburg-Trauchburg 1721 bis 1727 erbaut. Dieses Schloss wurde 1960 von der Gemeinde erbaut und beherbergt lebensgroße Sibyllenfiguren von Johann Anton Feuchtmayer. Außerdem kann eine Kapelle zu Ehren des Kindes Jesu besichtigt werden, die 1722 eingebaut wurde.
Die Pfarrkirche St. Gallus und Ulrich mit dem 50 Meter hohem Kirchturm, die 1734 bis 1738 von Johann Georg Fischer aus Füssen zu einer barocken Kirche umgebaut wurde, hat einen phantastischen Stuck, Freskomalereien, eine schöne barocke Kanzel und  ein riesiges Deckengemälde.

Zahlreiche Grabmäler und viele wertvolle Figuren schmücken die gesamte Kirche. Sie passt perfekt an die Barockstraße im Allgäu, die an der Wieskirche endet.
Bildertour Kißlegg


Umgebung Kißleggs

Ratzenried

Der Ort Ratzenried (map) einst Lehen des Klosters St. Gallen gehörte ab 1453 Joseph Humpiss, dessen Nachfahren sich als die von Ratzenried nannten. Das Geschlecht starb 1813 aus und Ratzenried ging an den Grafen von Beroldingen und wurde anfangs des 20. Jdh. von den Truchsessen von Waldburg übernommen. Ratzenried hat eine tolle Pfarreikirche, viele alte Handwerkshäuser und ein Schloss aus dem 16. Jrh., das heute dem Humbort-Institut gehört, sowie eine restaurierte Burgruine.
Bildertour Ratzenried

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