Windach (map) liegt heute direkt an der Autobahn und an dem Flüsschen Windach. Früher lagen erste Siedlungen hier an der Römerstraße von Augsburg nach Italien. Dieser Ort tauchte urkundlich schon 1157 auf. Er war für lange Zeit eine Hofmark, das heißt eine Grundherrschaft mit niedriger Gerichtsbarkeit. Später, 1596 zogen die Freiherrn von Füll, ein Münchner Handelsherr, ein und bauten dort ihr Schloss im unteren Ortteil. Sie lebten dort bis 1825 und die Familie von Pfetten folgte. Sie starb 1944 aus. Das Schloss hatte einst vier Türmchen und wurde durch die Familie von Pfetten um ein Stockwerk erhöht und bekam ein Walmdach. Eine Schlossmauer mit einem Rundturm umgibt noch heute das Schloss, das die Gemeindeverwaltung beherbergt. Der Schlosspark mit einigen Statuen kann besucht werden.

Die katholische Pfarrkirche St. Petrus und Paulus wäre sehr schön, wenn sie nicht wegen Baufälligkeit geschlossen wäre. Sie könnte uns wieder mal eine von Joseph Schmutzer 1699 barockisierte Kirche bieten. Sie hat gegen Süden viele runde Fenster, die eine Besonderheit darstellen. Das ehemalige Pfarrhaus gibt es nicht mehr. Neubauten, die nicht unbedingt zum Ortskern passen, wurden dort gebaut. Auch die alte Schloss-Apotheke hat Neubauten erhalten. Zur langen Historie des Ortes passt dies allemal nicht. Mal schaun, wann die Kirche renoviert wird, oder ob stattdessen weiter Bausünden entstehen.

Hoch über Windach tront die kleine Filialkirche St. Vitus von 1631, die jedoch für Besucher versperrt ist. Der Gasthof am Schloss  stammt aus dem 17. Jdh.
Bildertour Windach


Umgebung von Windach

  • Hechenwang
    Oberhalb des Baches Schweinach tront die katholische Filialkirche St. Martin von Hechenwang (map). Ein tolles Kirchlein mitten im Kirchdorf, das noch alte Bauerhäuser und die vielbesuchte alte Wirtschaft Sachsenhammer mit alter Dekortüre aufweist. St. Martin, eine Kirche mit hoher Doppelzwiebelhaube wurde von Joseph Schmutzer 1704 bis 1719 im leichten barocken Stil erbaut. Der Wessobrunner Baumeister verewigte sich dort in vielen kleinen, feinen Stuck-Arbeiten wie Acanthuslaub, Fruchtgehänge und Muscheln. Die Schreiberarbeiten in der Kirche stammen aus der Erbauungszeit. Die alte Altarausstattung ist heute in Dettenschwang, nachdem es dort brannte. Hechenwang besorgte sich 1875 eine Schreinergotikausstattung. Hechenwang war früher um 1285 ein Sitz der Herren von Schondorf.
    Bildertour Hechenwang
  • Steinebach
    Im Dorf Steinebach (map)  findet man die Kapelle St. Franziskus von 1619 und das ehemalige Hofgut Lindenhof, das heute ein Feriendomizil ist. Die Kapelle war leider abgesperrt.
    Bildertour Steinebach
  • Schöffelding

 

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